Jugendbasketball: Niederlagen für ersatzgeschwächte TGH-Teams
Basketball (sha). Die Nachwuchsbasketballer der Turngemeinde Hanau (TGH) haben wegen massiver Personalsorgen wieder ein Pleitenwochenende erlebt. Trotz der Schlappen waren beide Trainer mit ihren Teams zufrieden. In der Jugendbasketball-Bundesliga (JBBL) unterlag die männliche U16 den Baskets Würzburg mit 58:83, hatte während der Partie aber erstmals Siegchancen. Auch das gut gestartete U17-Team von Mate Condic unterlag beim Team Oberfranken mit 60:66. Das Team der Weiblichen Nachwuchsbasketball-Bundesliga (WNBL) opferte bessere Siegchancen für die Damen-Landesliga.
„Wir hätten dieses Spiel auch gewinnen können“, ärgerte sich Trainer Sven Witt nach der Partie seiner JBBL-Truppe gegen die Baskets Würzburg. Nachdem die Mannschaft zuletzt zwei Mal chancenlos war, behaupteten sich die Grünbau Hanau Junior White Wings am Sonntag tapfer. Im ersten Viertel hätten der Außenseiter bei besserer Freiwurfquote in Führung gehen können, bis zur Halbzeit verpassten es engagiert kämpfende Grimm-Städter nur, für die nötigen Körbe zu sorgen. Die Defense agierte wieder gut, allen voran Joschua Thoben machte einen guten Job. Der vom Deutschen Basketballbund (DBB) gescoutete David Doleczik zeigte seine stärkste Saisonleistung und wurde mit 14 Punkten Topscorer.
Nach dem Seitenwechsel eskalierten beim aussichtsreiche Stand von 38:43 die Verletzungsprobleme der Witt-Truppe. Topscorer Tobias Belik hatte die Partie wegen einer Erkrankung bereits im Vorfeld abgesagt, Jan-Peter Heubeck bleibt mit Rückenproblemen in der Kabine und Dejan Bijelic knickte im dritten Viertel um – er konnte die Partie nicht fortsetzen, nachdem er seine Farben mit fünf Punkten zurück in die Partie geworfen hatte. Als dann auch noch Philipp Kautz ausgefoult war, sprangen die anderen Hanauer zwar leidenschaftlich in die Presche. Im Schlussviertel fehlte es allerdings an Kraft und personellen Alternativen, sodass die Würzburger die Partie wesentlich deutlicher für sich verbuchten, als es dem Spielverlauf entsprochen hätte. „Die Baskets und wir sind die schwächste Mannschaft der Gruppenphase. In Vollbesetzung wäre ein Erfolg locker möglich gewesen“, haderte Sven Witt, der als Tabellenletzter auf viele der ausgefallen Spieler auch noch am kommenden Wochenende verzichten muss.
Auch Mate Condic fuhr nicht in Bestbesetzung zum Team Oberfranken nach Bamberg. Da seine personell weitgehend deckungsgleiche Damen-Landesliga-Mannschaft und die U17 erstmals in dieser Saison parallel angesetzt waren und die Gegner einer Verlegung nicht zustimmten, musste sich der Trainer beider Teams eine Entscheidung treffen. Mit Elisabeth Dzirma und Victorija Margulis reisten zwei WNBL-Leistungsträgerinnen mit den Seniorinnen zum PSV Frankfurt, wo die Hanauerinnen siegten und die Tabellenführung verteidigten. „Wir haben das wichtigere Spiel gewonnnen und bleiben mit den Damen auf Austiegskurs“, sagte Condic.
Doch in Bamberg zahlten die Unitymedia Junior White Wings Girls den Preis. Das Team startete schlecht in die Partie und hatte mit großen Abstimmungsproblemen in der Verteidigung zu kämpfen. Leistungsträgerin Jessica Belik geriet schnell in Foulprobleme und musste Spielzeit reduzieren, was 13 Punkte Rückstand beim Seitenwechsel zur Folge hatte. Das dritte Viertel begeisterte die mitgereisten Hanauer Fans, da die Defense endlich stabiler wirkte und die Condic-Damen auf einen Punkt heranrückten. Vor allem Mirella Saal trug mit 10 Punkten in diesem Viertel einen großen Anteil zu der Aufholjagd bei. Kurz vor Schluss ging den Weißen aber die Puste aus, das Team Oberfranken nutzte die Gunst der Stunde und entschied die Partie auf der Zielgeraden mit 60:66 für sich. Hanau rangiert auf Tabellenplatz vier.
Grünbau Hanau Junior White Wings: Doleczik (14 Punkte / 1 Dreier), Bahlke (14), Bijelic (11/1), Rupprecht (7/1), Kement (6), Thoben (4), Heubeck (2), Kautz, Mauritz, Retzow, Sevinc, Volke.
Unitiymedia Junior White Wings Girls: Gültekin (18 Punkte / 1 Dreier), Saal (12), Jacobs (11/1), Belik (8), Jugelt (6), Weigelt (5/1), Abel, Henke, Kraushaar.
(Hanauer Anzeiger/Dominic Sharaf)
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