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Alonzo Brooks
White Wings gewinnen gegen den SV Oberelchingen mit 89:88
In einem dramatischen und spannenden Match besiegten die White Wings den SV Oberelchingen mit 89:88. Top-Scorer und effektivster Spieler in den Reihen der Goldschmiedestädter war ein phänomenal aufgelegter Alonzo Brooks. Der U.S.-Boy erzielte 29 Punkte, bei einer Trefferquote von 79% aus dem Feld. Er blockte einen Schuss. Steuerte einen Assist bei und pflückte sich neun Mal den Rebound. In der Endabrechnung stand für den 2,01 m-Mann ein Effektivitätswert von 33 auf dem Scouting-Berichtsbogen.
„Im dritten Viertel wurde es unter dem Elchinger Korb plötzlich dunkel. Es waren nicht die winterlichen Lichtverhältnisse in der Main-Kinzig-Halle oder eine defekte Leuchtstoffröhre unter dem Hallendach, sondern Alonzos herannahender Schatten, der den abprallenden Ball mit voller Wucht in den Korb der Oberelchinger drosch. Ein krachender Dunking. Die Halle tobte. Ein toller Wachmacher“, so ein freudiger White-Wings-Fan kurz nach dem Schlusspfiff und dem zweiten knappen Sieg in Folge für die Hanauer Basketballer.
Doch der Reihe nach. Die 300 Kilometer lange Anfahrt schien den Spielern aus dem Landkreis Neu-Ulm in keinster Weise in den Knochen zu stecken. Waren sie das wachere und fokussiertere Team im ersten Viertel, das mit 24:15 verdient an Selbige ging.
„Ich hatte das Gefühl, dass unsere Jungs nur physisch anwesend waren – aber nicht psychisch. Ein unnötiger Turnover reihte sich an den nächsten. Im Gegensatz zur wohl von etlichen Akteuren genossenen Festtags-Gans, war diese wahrlich kein (Augen-)Schmaus“, so der Abteilungsleiter Martin Schenk.
Statt neun Punkten Rückstand zur ersten Viertelpause, hätte dieser eigentlich bei 12 Punkten liegen müssen. Aber eben nur eigentlich. Denn zwei Sekunden vor Ende der ersten zehn Minuten war es Sebastian Köhnert, der mit einem Dreipunktewurf von der Mittellinie den Abstand auf „nur“ neun Punkte verkürzen konnte. Mit diesem Kunstwurf schien er auch den für den in der ersten Viertelpause stattfindenden Glückswurf ausgewählten Fan inspiriert zu haben. Dieser traf als erster Zuschauer in dieser Spielzeit den 100-Euro-Wurf vom Mittelkreis aus. Chapeau!
Im den zweiten zehn Minuten hielt die Konzentration langsam wieder Einzug im Spiel der Grimmstädter; gewannen die Bartik-Mannen diesen Spielabschnitt doch mit 27:11 und reduzierten den Rückstand auf die Equipe um Spielertrainer Maaßmann auf 3 Zähler (42:45). Einem durchwachsenem dritten Viertel, das mit 21:17 an die Oberelchinger ging, folgte ein hochspannendes letztes Viertel, in dem sich die Hanauer das erste Mal in der Partie eine hauchdünne Führung herausspielten. Die Freude währte jedoch nur kurz, da sich der Spielstand – ähnlich dem Aktienkurs eines New-Economy-Unternehmens – ständig änderte.
Kurz vor Schluss der Partie war es Markus Konecny, der die White Wings mit einem Korbleger mit 89:88 in Führung brachte. Trotz mehrfachem Ballbesitz in den letzten Sekunden des Spiels, gelang es den Maaßmann-Jungs nicht, den alles entscheidenden Treffer zu erzielen.
Am Ende waren es die Hanauer Fans und Spieler, die sich jubelnd in den Armen lagen.
Der Abteilungsleiter zum Spiel: „Weihnachten und die damit einhergehenden besinnlichen Tage haben sich scheinbar bis zum Spiel am Samstag fortgesetzt. Die Jungs waren gedanklich, gerade im ersten Viertel, noch beim Geschenke auspacken und Raketen zünden. Zum Glück hat dann die Konzentration und der Wille Einzug gehalten. Ich bin froh, dass wir das zweite Spiel in Folge gewonnen haben. Dies, wie zuletzt auch in Kronberg denkbar knapp, aber solche Spiele müssen erst einmal gewonnen werden. In den ersten Partien der Saison haben wir solche Begegnungen noch verloren. Diese Resultate zeigen mir, dass die Mannschaft an sich glaubt. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei unseren Fans bedanken, die trotz Schnee und der Aussicht auf ein beheiztes Wohnzimmer, den Weg in die Halle gefunden haben. Das sucht seinesgleichen. Wenn hunderte von Kehlen mit Hanau- und Defense-Sprechchören ihr Team anfeuern, dann ist dies wirklich einmalig und Gänsehaut erzeugend.
Weiter führt er augenzwinkernd aus: “Apropos Kehlen. Die an mich herangetragene Bitte nach Verteilung von Lutschpastillen für die rauen Hälse nach den White-Wings-Matches werden wir intern genauso prüfen, wie die Bitte nach Ausschank von Baldrian-Tee zur Beruhigung der angespannten Nerven.“ (ms)
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