Presse: Zonendeckung als Punktegarant
Montag, 18. Januar 2010
Regionalliga: TG Hanau siegt in Ober-Ramstadt und schiebt sich in der Tabelle nach vorne
Basketball (sha). Die Turngemeinde Hanau (TGH) setzt ihren sportlichen Aufwärtstrend fort. Bei der BG Ober-Ramstadt gewannen die White Wings beim Sonntag mit 79:68 (47:31). Die TGH erarbeitete sich früh einen Vorsprung und zeigte in der Folge eine gut organisierte Defensivarbeit. Mit Größenvorteilen ausgestattet dominierte das Team von Alphan Bartik unter den Brettern und erzielte vorne die wichtigen Körbe. Mit dem dritten Sieg in Folge hat sich die Equipe von Alphan Bartik wieder in Schlagdistanz zu den vorderen Tabellenplätzen gebracht und hat nun die Chance, in den kommenden Wochen das obere Tabellendrittel zu attackieren.


Die wichtigste Phase der Partie spielte sich gleich zu Beginn ab. Die Hanauer kamen motiviert aus der Kabine und erarbeiteten sich schnell einen 9:2-Vorsprung. Ober-Ramstadts Trainer nahm eine Auszeit, doch diese sieben Punkte Abstand schienen über die komplette Spielzeit wie in Beton gemeißelt zu sein. Denn in der Folge präsentierte sich die TGH-Defensive, lange Zeit die Achillesferse der Mannschaft, in prächtiger Verfassung. Cedric Quarshie und Jens Schneider, der nach einer Rippenverletzung ins Team zurückkehrte, zeigten in der Zonenverteidigung gute Leistungen. Die BGO kam in der Zone kaum zu Punkten und gewann als kleinere Mannschaft nur selten Rebounds. „Wenn der Gegner doch scorte, dann nur aus schnellen Abschnitten“, analysierte Alphan Bartik, der nach krankheitsbedingter Trainingspause seinem Co-Trainer Malik Zahary das Coachen überließ, nächste Woche aber wieder selbst am Klemmbrett stehen wird.

In Gefahr geriet das TGH-Polster nur kurz. Nach der Halbzeit stellte die TGH auf Manndeckung um, um noch aggressiver zu spielen und mehr Druck auf den Gegner auszuüben.  Diese Maßnahme schlug jedoch fehl: „Wir haben zu viele Fouls kassiert, Ober-Ramstadt immer wieder an die Linie gebracht und damit gute Chancen eröffnet“, sagte Bartik. Da es die White Wings mit einer schlechten Wurfausbeute bei den Dreiern zuvor versäumt hatten, den Vorsprung auszubauen, kamen die Südhessen nochmal auf acht Punkte heran. Nach einem Time-Out konnten das Hanauer Trainergespann wieder beruhigter auf den Court blicken konnte.

Wieder mit Zonenverteidigung organisiert stand die Defense ohne Umstellungsprobleme wieder sicher. In der Offense zeigten sich die Grimm-Städter ebenfalls konzentrierten und punkteten über den starken Markus Konecny. Der bullige Center erzielte insgesamt 20 Punkte und war damit hinter Wadale Williams zweitbester Scorer seiner Mannschaft. Die BGO, die ihre Chancen dahinschmelzen sah, flüchtete sich in der Schlussphase in verzweifelte Dreierversuche, scheiterte damit aber ebenso an der Hanauer Verteidigung wie mit allen anderen Mitteln zuvor.

Mit dem dritten Sieg in Folge hat sich die Turngemeinde heimlich, still und leise in die vordere Tabellenregion gekämpft. Als Achter steht die Truppe um Kapitän Andre Young nur noch zwei Siege hinter dem erklärten Saisonziel Rang sechs und könnte damit die geforderte Serie bereits gestartet haben. In den nächsten drei Wochen werden die White Wings weitere Gelegenheiten zum Punkten bekommen, da mit der SG Heidelberg-Kirchheim nur ein Team aus dem erweiterten Favoritenkreis wartet. Läuft es optimal, könnte die TGH Mitte Februar zum finalen Angriff auf die vordersten Positionen blasen: Dann kommt es innerhalb von 14 Tagen zum direkten Vergleich mit den drei Spitzenteams MTV Stuttgart, TV Saarlouis und VfB Gießen. Hanau ist zwei Mal im Heimvorteil.

TG Hanau: Williams (22 Punkte /3 Dreier), Konecny (20), Brooks (14), Quarshie (7/1), Jens Schneider (7), Köhnert (5/1), Morris Boyd (2), Müller, Young (beide 1). Zuschauer: 100. (Hanauer Anzeiger, Dominik Sharaf)

 

 
hanaubebt-2010-265.jpg
b-day-265.jpg

 

 

Newsletter bestellen

Alle Neuigkeiten über die White Wings schnell im Briefkasten haben...
Sie erhalten eine Email von uns. Bitte bestätigen Sie den darin enthaltenen Link!