Regionalliga: TG Hanau unterliegt DJC/MJC Trier mit 82:92 und zeigt „schlechteste Saisonleistung“
Basketball (sha). Die Turngemeinde Hanau (TGH) muss den nächsten Rückschlag hinnehmen. Beim DJC/MJK Trier verloren die White Wings am 23. Spieltag der Regionalliga Südwest mit 82:92 (36:43) und kassierten damit die dritte Pleite in den letzten vier Partien. Weder im Angriff noch in der Verteidigung gelang dem Team von Alphan Bartik etwas, sodass den starken Scorern des Gegners Tür und Tor geöffnet waren.
„Es war die mit Abstand schlechteste Saisonleistung“, polterte Alphan Bartik nach der Partie gegen den DJC/MJK Trier und der zehnten Saisonniederlage für sein Team. Markus Konecny zeigte sich ähnlich bedient: „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Was falsch gelaufen ist, müssen wir jetzt intern besprechen“, so der Center, der die Gründe für die Schlappe nicht öffentlich kommentieren wollte. „Ob es an spielerischen Elementen oder dem Teamplay gelegen hat, werden wir innerhalb des Teams klären“, so Konecny.
Das Gastspiel in die Römerstadt muss für den Headcoach der White Wings eine 40-minütige Folter gewesen sein, schließlich spielten seine Schützlinge von Beginn an keinen guten Basketball. Ohne die verletzten Jens Schneider und Pascal Müller versuchte die Turngemeinde mit nur neun Mann in der Rotation eine Zonenverteidigung aufzubauen, um Fouls zu sparen. Zwar blieben die Vergehen weitgehend aus, vernünftige Defensearbeit allerdings auch. Bei jedem Angriff der Gastgeber schlief ein Hanauer, sodass allen voran die DJC/MJC-Korbjäger Aaron Hinrichs und Kilian Dietz ungestört durch den Abwehrriegel marschieren durften.
Dass die White Wings zur Halbzeit mit 36:43 noch in Schlagdistanz waren, schien angesichts der ausnahmslos unterirdischen Leistung wie ein Wunder. Kein Trierer wartete mit der Klasse der Spitzenteams der Liga auf – einfachste basketballerische Mittel genügten, um eine desolate Turngemeinde vor unlösbare Aufgaben zu stellen. Zwingendes Angriffsspiel sieht anders aus, findet der Headcoach: „Einfachste Korbleger sind acht Mal schief gegangen, wir haben reihenweise Freiwürfe vergeben und ständig Bälle im Spielaufbau verloren“, haderte Alphan Bartik.
Trotz dieser schwerwiegenden Fehler war die TGH bis 30 Sekunden vor Schluss noch ein potenzieler Sieger. Drei Punkte zurückliegend gelangte die Truppe aus der Goldschmiedestadt in Ballbesitz, Wadale Williams ging auf den Dreier und wurde gefoult. Die Unparteiischen, die bis dato eine fehlerfreie Leistung gezeigt hatten, erkannten jedoch keinen regelwidrigen Einsatz und verweigerten dem US-Profi die Freiwürfe. Stattdessen punktete Trier im Gegenzug und legte den Grundstein für den Sieg. „Trier hatte wirklich Glück, dass wir ihr Gegner waren“, sagte Markus Konecny mit Galgenhumor.
Nach der neuerlichen Niederlage gerät auch das Mindestziel Platz sechs in ernste Gefahr, zumal die TGH ein schweres Restprogramm vor sich hat. Zwar spielen noch einige der Topteams gegeneinander, trotzdem sind die White Wings im Kampf um die Plätze auf eigene Punkte angewiesen. „Ich denke nicht, dass uns die Niederlage einen Knacks versetzt hat. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen“, forderte Konecny.
TG Hanau: Köhnert (23 Punkte), Konecny (15), Williams (14), Quarshie (7), Brooks, Lang (beide 6), Philipp Schneider (5), Morris Boyd (4), Young (2). (Hanauer Anzeiger/Dominik Sharaf)
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